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Andrea Rathert-Schützdeller
Zur meiner Person:
Seit 1983 lebe ich in Essen und arbeite hier seit einigen Jahren als
bildende Künstlerin in den Bereichen Acryl- und Ölmalerei sowie Collage.
Nach langjähriger künstlerischer Ausbildung durch Privatdozenten und
freischaffenden Künstlern in den Bereichen Zeichnung, freie Malerei und
Collage, folgte im Jahr 2006 die Gründung der Ateliergemeinschaft "mach.art".
Die seit Jahren bestehende Zusammenarbeit mit der Künstlerin Maike
Feddern wird seitdem in den Räumlichkeiten im Essener Girardet Haus
fortgeführt.
Mitglied im Kunstverein Syrlin
Zu meinen Arbeiten:
Die in der Regel vom Gegenständlichen losgelösten Arbeiten sind nur
ansatzweise geplant, stets ein Prozess in sich und eine Art Spiegel von
eigenen Eindrücken, Wahrnehmungen, Gedanken und Empfindungen.
Spontaneität und Emotion entscheiden über Form, Farbe und Materialien,
führen zu einem experimentellen Schaffensakt, bei dem Vernunft,
Perfektion und Reglementierung eine untergeordnete Rolle spielen.
Das Thema des jeweiligen Bildes erschließt sich dem Betrachter nicht
immer, so dass ihm der Freiraum der eigenen Interpretation erhalten
bleibt.
Kunsthistorikerin Sabine Lutzeier aus Stuttgart zu Arbeiten der Serien
"SPUREN" und "LICHT" /Auszug
Die kleinformatigen Werke Rathert-Schützdellers sind besonders dichte
Kunstwerke, deren unterschiedliche Höhungen als Resultat der
Materialgestaltungen im Zusammenspiel mit den dadurch unregelmässig
verteilten Farbnuancen eigenen plastischen Reiz besitzen. Mittels
Kreiden oder Tinte verleiht sie diesen Arbeiten vereinzelt noch
graphisch-lineare Effekte.
In der dominant braunfarbigen Serie "Ocker" nutzte sie experimentell
auch die Wirkung von Holzbeize, welche sie sowohl farb- und
gestaltgebend, als auch zersetzend einsetzte, da diese mit Farbe und
Malgrund reagiert.
Wichtig ist der Künstlerin mit eigenen Worten, Harmonien aus Farbe und
Form herzustellen. Sie versteht ihre Werke als Suchbilder, mit denen sie
den Betrachter nach Verborgenem suchen lassen möchte.
Dies gelingt vorallem in der großformatigeren Reihe ihrer "Licht"-Bilder.
Rathert-Schützdeller benutzte für diese Leinwände, auf die sie
Spachtelmassen auftrug. Einfarbige Seidenpapiere und Lasuren von
Acrylfarben, auf denen auch teilweise feine Spuren von Marmormehl und
Pastellfarbe liegen, verleihen diesen Werken eine besonders zarte und
dennoch intensive Wirkung. Die Lichterbilder 1 und 2 erscheinen dem
Betrachter einerseits bewegt wie Wasser, andererseits - durch die
zart-hellen Oberflächenstrukturen an den oberen Rändern dieser
Wellenformen - wie zu Eis gefrorene Kristalle. Dieser Eindruck verstärkt
sich durch den dominanten Farbeindruck von Blau-Weiß.
Wie der Titel schon vorgibt, gibt es in jedem Bild dieser Reihe mehrere
Stellen, in denen das Licht wie von innen heraus aufzuleuchten scheint.
Festes und Weiches, oben Schwebendes unten Lagerndes, Bewegtes und
Verharrendes scheinen nebeneinander in zauberhaften Gleichgewicht
gebannt.
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